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Bezirk Oberemmental

Artikel der Wochen-Zeitung über die Bezirkssynode im Trub: "Junge Menschen sind gefragt"

08.03.2012 Am öffentlichen Anlass der kirchlichen Bezirkssynode Oberemmental in Trub stand die nachhaltige Konfirmations- und Jugendarbeit im Mittelpunkt.

kmb.

 «Die Kirche braucht junge Menschen in ihrer Gemeinschaft», betonte Manuel Münch in seinem treffenden Referat. Nur so könne sie ihrem Grundauftrag nahe kommen und lebendig bleiben. Zwar gebe es Gräben zwischen Kirche und Jugendlichen. Viele Jugendliche hätten das Gefühl, das Thema Kirche gehe sie nichts an. «Es gehört zur Aufgabe der Jugendlichen, die Erwachsenenwelt infrage zu stellen», erklärte Münch, der in der Jugendarbeit tätig ist. Doch die Kirche brauche die Jugend, damit sie herausgefordert werde und eine Zukunft habe. Die Kirchgemeinden seien gefordert, zu beachten, wo die Jugend stehe. In der Jugendarbeit sei es wichtig, auch genau hinzuhören. Denn junge Menschen brauchten die Kirche. Mit ihren Angeboten könne sie ihnen Raum zur Entfaltung bieten. Um Verbindung zu schaffen brauche es engagierte Brückenbauer. Jugendliche hätten viele Entwicklungsaufgaben zu bewältigen. «In der Auseinandersetzung mit Werten kann die Kirche den jungen Menschen Unterstützung bieten», ist Münch überzeugt. 


Ohne Beziehung läuft nichts
«Die Angebote in der Konfirmations- und Jugendarbeit ermöglichen Jugendlichen, christliche Sozialisationserfahrungen zu machen», glaubt Katechetin Renate Begré. Sie spricht aus langjähriger Erfahrung. Jugendliche seien prinzipiell offen, sich durch Konfirmationsarbeit prägen zu lassen. Nachhaltige Konfirmationsarbeit setze aber Ressourcen voraus. Hier sind die Kirchgemeinden gefordert, eine gesunde Balance zu finden. Und ohne Beziehungsfaden laufe nichts, meinte sie. Entscheidend sei also, dass der Faden zu den Jugendlichen gefunden werde. Es sei von grosser Bedeutung, dass die Leute, die in Verantwortung stünden, mit ihrem Leben und ihrem Glauben greifbar wären. «Projekte, bei denen Dialoge auf Augenhöhe geschehen, bringen etwas», ist sie überzeugt. Theologische Inhalte würden erst auf Beziehungsebene lebendig. Bei all den Angeboten müssten Strukturen und Spielregeln klar definiert werden. Die Nachhaltigkeit der Konfirmationsarbeit sei wesentlich davon abhängig, ob Jugendliche sich selbst und in der Gemeinschaft sowie in der konfirmierenden Gemeinde als glaubwürdig erleben könnten. 
Mit einer neuen Broschüre vermitteln die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn den Kirchgemeinden Anregungen für die Gestaltung der Jugendarbeit. 

 


Vision Kirche 21 - Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn